Barrierefreies Web heißt, möglichst alle Hindernisse
für Surfer zu beseitigen.
Das
Internet ist derzeit das einzige Medium, auf das die ganze Menschheit
rund um unseren Erdball zugreifen kann und dabei die identischen
Inhalte zu sehen bekommt. Man kann sich vorstellen, dass es bei
rund acht Milliarden Menschen eine Vielzahl von unterschiedlichen
Hemmnissen gibt, die Inhalte eines Portals sich auf gleicher Weise
betrachten zu können.
Barrierefreiheit heißt - über menschliche und technische
Hürden hinweg:
Viele Menschen haben beispielsweise körperliche Einschränkungen;
beim Medium Internet wird wohl Blindheit dabei das häufigste
Hemmnis sein um eine Seite betrachten zu können. Andere Menschen
haben ganz andere Hardware-Voraussetzungen als wir in Europa.
Ob nun Schmalband-Internet, also vergleichbar analoge Festnetzverbindungen
oder auch Funk, ähnlich wie GSM-GPRS
oder UMTS,
oder auch kleine Ausgabegeräte wie einfache Monitore, Laptops
mit kleinen Displays oder sogar nur Smartphones mit einem Mini-Display,
es gibt viele Arten von unterschiedlichen Ausgabegeräten
und alle Nutzer sollten die Webinhalte ohne Hemmnisse betrachten
können.
Die
Lösung dieses Problems heißt deshalb: Barrierefreies
Internet. Hierbei könnten DIN-Normen bzw. Standards helfen
die weltweit anerkannt sind und Gültigkeit haben. Dabei richten
sich die notwendigen Standards nicht nur an das eigentliche Web-Projekt
sondern auch an äußerliche Rahmenbedingungen wie beispielsweise
eben auch Hardware.
Das wichtigste jedoch ist zunächst eine Website, die nach
den Grundsätzen der Barrierefreiheit aufgebaut ist. Überschrieben
sagt man auch Barrierefreies Web-Design,
wobei hier nicht nur das äußerliche Erscheinungsbild
gemeint ist, sondern vor allem auch die Umsetzung und Darstellung
des Quelltextes (man bedenke, dass sehbehinderte Menschen lediglich
den Quelltext lesen können und nicht die auf einem Monitor
angezeigte Webseite). Flash-Animationen nützen einem blinden
Web-User gar nichts, ebenso wie multimedial eingebundene Informationen
fürs Gehör einem tauben User nichts nützen. Im
Extremfall könnte man auch sagen, man sollte bei einer barrierefreien
Website sogar auf die Sprache achten, denn Suahelisch in der fünften
Abwandlungsform werden wohl nur die wenigsten Menschen lesen können.
Gestaltung der Website nach Standards:
Am Anfang steht natürlich die Gestaltung einer Webseite und
hierzu gibt es bereits Standards wie beispielsweise Web 2.0 oder
auch HTML 5. Diese geben vor, dass man beispielsweise den Quelltext
mittels CSS-Formatierung
so gestaltet, dass die eigentlichen Informationen im Quelltext
möglichst weit oben stehen und andere Elemente wie die Navigation
weiter unten positioniert sind. Wenn Grafiken eingebunden werden
sollten diese mit einem alternativen Beschreibungstext versehen
sein, damit ein blinder Mensch auch lesen kann, was denn die eingebundene
Grafik anzeigt. Man sollte sparsam mit den eingebundenen Tabellen
(TAGS) umgehen, ebenso Hemmnisse wie Framesets meiden. Java und
JavaScript sind zwar nette Hilfsmittel für Animationen, ebenso
Sounds und Videos, doch einem behinderten Menschen nutzen derartige
Elemente (in der regulär eingebundenen Form) herzlich wenig.
Außerdem sollte man daran denken, dass Dialoge die ein User
über die Webseite führen kann oder soll (Beispiel Formulare)
so gestaltet sind, dass ein sehbehinderter User diese auch bedienen
kann.
Man sollte auch daran denken, dass viele User eine Website nicht
mit der Maus-Technik bedienen können, hier wären alternative
Möglichkeiten über die Tastatur gefragt. Andere User
können sich schlecht konzentrieren, diesen hilft es nicht,
wenn beispielsweise die Navigation relativ kompliziert aufgebaut
ist oder die wichtigen Inhalte gar in tiefen Ebenen "versteckt"
sind.
Internet affine Web-User die behindert sind nutzen zumeist so
genannte "Screen-Reader" (also spezielle Software-Programme)
die die Website über eine speziell dafür konzipierte
Tastatur lesbar machen. Bei einem barrierefreien Webauftritt sollte
man darauf achten, dass die Inhalte auf den gängigsten Screen-Readern
abgestimmt sind. Ebenso sollten Sie Usern mit "leichteren"
Sehschwächen die Möglichkeit geben, sich die Seite in
verschiedenen Schriftgrößen anzeigen lassen zu können.
Für die Entwicklung barrierefreier Webseiten gibt es beispielsweise
Werkzeuge für Screendesigner oder auch Sehbehinderten Simulatoren.
Ein gesunder Mensch kann sich oft nicht vorstellen, mit welchen
Hemmnissen ein behinderter Mensch zu kämpfen hat. Derartige
Werkzeuge helfen, die größten Hemmnisse gleich im Vorfeld
zu beseitigen.
Wenn Sie mehr über das Barrierefreie Internet wissen möchten,
dann klicken Sie --> hier.
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