Datensicherheit - Vorsicht bei Phishing-Mails
Noch
niemals in der Menschheitsgeschichte zuvor war das Thema "Datensicherheit"
so wichtig wie im heutigen Informationszeitalter. Die Elektronik
verhilft den Menschen dazu, jede nur erdenkliche Information auf
eine ganz einfache Art und Weise zu speichern. Informationen, die
noch in der ersten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts tausende
von Bücher in Anspruch nahmen, finden heute auf einem Speichermedium
Platz, das nicht größer als ein Fingernagel ist. Interne
Verweise springen in Millisekunden zu anderen Ausführungen,
Suchfunktionen Listen Quellen von eingegebenen Suchphrasen in Sekunden
auf.
Big Brother is watching you
Der Mensch und die Menschheit wird gläsern, das wird uns
spätestens mit der Datenkrake
"Google" vor Augen gehalten. "Big Brother is watching
you" (zu Deutsch: Der große Bruder sieht Dich), mahnte
George Orwell bereits 1949 in seinem Roman "1984". Damals
lasen die Menschen diese Geschichte als futuristische Fiktion
eines Buchautors, heute kommen Orwells Ausführungen der realen
Welt beängstigend nahe, ja, die heutige Realität ist
sogar noch schlimmer.
Was möglich ist wenn sämtliche Informationen eines
Menschen an einem Punkt zusammengeführt werden, zeigten
in den 1970er Jahren bereits die so genannten "Rasterfahndungen",
ein vom BKA-Präsidenten Horst Herold entwickeltes Verfahren
zur vernetzten Durchsuchung von Datenbeständen. Mag die
Rasterfahndung zur Bekämpfung von Terroristen seine
Berechtigung haben, doch wo ist die Grenze? Wer weiß denn,
welche Institution später einmal bestimmt, mit welchen
Kriterien man bereits als Staatsfeind eingestuft wird? Gestern
waren es RAF-Terroristen,
heute heißt die Bedrohung Al Quaida und morgen sind es
vielleicht alle Menschen, die sich beim SV Odin "Hannover
Rugby" angesehen haben oder wie?
Der
Web-Führerschein für den Menschen?
Der Mensch muss erst noch lernen, sich auf die neue Gefahr einzustellen.
Im Rahmen der Datensicherheit wird zwar immer von "Vertraulichkeit"
gesprochen, doch die heutige Internet-Gemeinschaft
geht viel zu freizügig mit seinen persönlichen Daten
um. Der Bäckerlehrling wundert sich plötzlich über
die fristlose Kündigung und wird dann mit seinen eigenen
Schimpf- und Lästerattacken gegenüber der Firma aus
dem Internet konfrontiert. So gut wie jeder Arbeitnehmer der sich
auf einen neuen Arbeitsplatz bewirbt kann davon ausgehen, dass
die Personalabteilung der neuen Firma sich bereits übers
Internet über ihn informiert hat. Veröffentlichte Bilder
von aufgenommenen Saufarien werden ebenso gefunden wie eigentlich
lapidar eingestellte Sätze, "ich arbeite um zu leben
und nicht umgekehrt".
Die Schule ist gefragt und muss den jungen Menschen entsprechend
sensibilisieren. Wirklich helfen wird eine derartige Sensibilisierung
aber sicherlich nicht. "Identifikationsnummer" heißt
das Zauberwort um sehr viele Informationen auf einen Schlag zusammenzuführen.
Viele öffentliche Behörden, von der Kommunalverwaltung
über die Rentenversicherung bis zum Finanzamt oder zur Arbeitsverwaltung
gleichen bereits heute ihre Daten miteinander ab. Einen kleinen
Job am Fiskus vorbei auszuüben, ist sowohl für den Arbeitgeber
noch für den Arbeitnehmer so gut wie unmöglich geworden.
Ja selbst das
eigene Geld kann man nicht mehr verwalten, ohne dass "der
große Bruder" seine Hand aufhält und dabei meine
ich nicht die widerrechtlich am Fiskus vorbei geschleusten Zinseinnahmen
aus Kapitalvermögen das im Ausland angelegt wurde. Gemeint
sind ganz reguläre Geldtransfers innerhalb der deutschen
Giroringe. Ja selbst Bareinzahlungen oder -auszahlungen die einen
Betrag von 2.500 Euro übersteigen sind bereits "meldepflichtig".
Die Daten-Sammelwut von Google nimmt immer größere
Ausmaße an. Die heutige Google-Konzernführung geht
sehr gewissenhaft mit diesen Informationen und die daraus wachsenden
Möglichkeiten um. Google-Gründer Sergey Brin und Larry
Page werden aber nicht ewig leben und was danach kommt, steht
in den Sternen.
Sehr ausführliche Informationen über die Informationssicherheit
erhalten Sie über die freie Online Enzyklopädie Wikipedia.
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