Majordomo - Ein Mailinglisten Verwaltungsprogramm aus den 1990er
Jahren
Entwicklung der Mailinglisten
Wie sehr sich die Technik in den vergangenen Jahren entwickelt
hat, zeigt mein kleiner Exkurs über das Programm Majordomo.
Mit dem Aufkommen der elektronischen Datenverarbeitung und vor
allem mit der beginnenden Benutzung des Internets Anfang der 1990er
Jahre mussten neue Programme
her, um die betriebswirtschaftlichen Geschäftsvorgänge
zu vereinfachen. Als Beispiels sei die elektronische Post (E-Mail)
genannt, denn damals hatte noch nicht jeder den Zugang zum World
Wide Web oder den Zugang zum damaligen Usenet, wohl aber viele
eine E-Mail-Adresse durch eine Community. Besonders große
Unternehmen kamen durch die virtuelle Kommunikation schnell an
ihre Grenzen; ihnen fehlte ein Programm zur Verwaltung von Mail-Verteilerlisten
und zur Verwaltung der wichtigen Post. Gerade in solchen großen
Gemeinschaften kamen ständig neue Mitglieder hinzu, andere
schieden aus oder wollten lediglich in eine andere Interessengemeinschaft
wechseln.
Die Antwort damals hieß "Majordomo". Majordomo
wurde als Open Source Projekt von Great Circl Associates entwickelt
und wurde in der Blütezeit um 1992 fast ausschließlich
als E-Mail-Verwaltungssoftware eingesetzt. Dieses Programm ließ
sich nur über Kommandos steuern (man darf nicht vergessen,
1991 / 1992 lebte man noch im DOS-Zeitalter), aber immerhin konnte
man damit die sich ständig ändernden E-Mail-Listen verwalten
und die Überwachung der Konfiguration auf einzelne Listenmoderatoren
herunter brechen. Zu jeder Liste gehörte eine Konfigurationsdatei,
die von den Moderatoren selbst eingestellt werden konnte; die
Listennamen waren frei wählbar.
Majordomo hat sich heute als Verwaltungsapplikation
für elektronische Mailinglisten überholt; die letzte
Softwareversion (1.94.5) stammt vom 19.Januar 2000. Heute gibt
es wesentlich komfortablere und vor allem sicherere Mailinglisten-Management-Systeme.
So gibt es beispielsweise kommerzielle Hosting-Anbieter wie Yohoo
Groups, domeus oder kbx8, die derartige Systeme online zur Verfügung
stellen.
Wenn Sie mehr über Majordomo wissen wollen, dann klicken
Sie --> hier.
Anmerkung:
Immer wieder werde ich von englischen Usern kontaktiert, die nach
einer englischen Version dieses Beitrages fragen. Deshalb hier
das Thema "Majordomo" auch in Englisch:
The way technology has advanced in the last years is shown in
my brief excursus about the program Majordomo.
With the beginning of the electronic data processing and because
of the increasing popularity of the Internet in the early 1990´s,
new programs had to be found to simplify economic business operations.
As an example the electronic post (email), as back then not everybody
had access to the World Wide Web or Usenet, but many had an email
address with a community. Due to virtual communications, the larger
firms rapidly reached their limits. They needed a program to manage
mail distribution lists and to manage all the important mail.
In such big communities the number of members continued to grow,
others decided to leave or just wanted to change into other communities.
The solution at that time was called Majordomo. Majordomo
was developed as an Open Source Project by Great Circle
Associates and was at its peak in 1992 when it was mainly
used as an email administrative software. This program could only
be controlled by commands (do not forget 1991/1992 was still in
the DOS-Era) but at least the continuously changing email lists
were still manageable and the supervision of the configuration
could still be passed down to single list moderators. Each list
had its own individual configuration file which could then be
placed by the moderators. The names of the lists were open to
choice.
Majordomo, as an administrative application for electronic mailing
lists is out of date. The last software version (1.94.5) dates
back to 19.01.2000.
Today there are far more comfortable and above all safer mailing
list management systems. For example commercial hosting providers
such as Yahoo Groups, domeus or kbx8, offer these systems online.
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