Mobilfunk - Handys und Smartphones ermöglichen auch Datenkommunikation
 
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Mobilfunk - Handys und Smartphones ermöglichen auch Datenkommunikation

Mobilfunk - LTE macht Festnetz-Internet-Anschlüsse überflüssig?

MobilfunkDer Mobilfunk ist eine technische Plattform mit dem es möglich ist, Signale zwischen einem Mobiltelefon und einer Mobilfunkantenne zu übertragen. Aus dem Jahresbericht 2009 der deutschen Bundesnetzagentur geht hervor, dass rund 109 Millionen Menschen die Mobilfunknetze nutzten. Dabei wurden beachtliche 34,4 Milliarden Kurznachrichten versendet. Außerdem wurden bei eingehenden Anrufen 78 Milliarden Minuten und bei abgehenden Telefonaten 91 Milliarden Minuten gesprochen. Alleine an diesen Zahlen erkennt man, welche Bedeutung das Mobilfunknetz im Alltag nahezu jedes Menschen in Deutschland hat.


Erfolgsgeschichte Mobilfunk begann 1992:


Dabei begann die Erfolgsgeschichte erst vor gut 20 Jahren. Im Jahre 1992 nämlich startete Mannesmann mit dem D2-Netz und nutzte somit als erstes deutsches Unternehmen das digitale Mobilfunknetz. Bereits einen Tag später ging die Tochterfirma der Deutschen Telekom mit dem D1 Netz an den Start. Keiner der Unternehmen konnte damals auch nur erahnen, wie unglaublich erfolgreich das D-Netz im Laufe der Jahre sein wird. Denn vor dem digitalen Netz gab es bereits die analogen A- B- und C-Netze. Das C-Netz wurde von der deutschen DeTeMobil betrieben, das früher zur deutschen Bundespost gehörte und war von 1986 bis zum Jahre 2000 in Betrieb. Die Teilnehmerzahlen erreichten jedoch nicht mehr als 850.000 Nutzer.

HandysGSM-Standard:

Der Durchbruch des D-Mobilfunknetzes ist hauptsächlich auf den internationalen GSM-Standard zurückzuführen. GSM wird auch als 2. Generation bezeichnet, da die Vorgänger um das analoge Mobilfunknetz 1. Generation genannt werden. Zeitgleich mit dem Beginn des D-Netzes gingen im Jahre 1992 13 Mobilfunknetze in sieben Ländern an den Start. Dadurch war es erstmals möglich, mit einem Mobiltelefon auch internationale Gespräche zu führen. Dank des GSM-Standards, das eine Abkürzung für die Arbeitsgruppe Groupe Spéciale Mobile ist, konnten auch Kurzmitteilungen (SMS) und paketvermittelte und leitungsvermittelte Datenübertragungen versendet werden.

Die GSM Mobilfunknetze verbreiteten sich weltweit in einem rasanten Tempo. Ein Jahr nach dem Start verzeichneten die GSM Mobilfunknetze bereits mehr als 1 Million Teilnehmer. Im Jahre 2000 waren mit den insgesamt 370 Netzen in gut 140 Ländern etwa 400 Millionen Menschen verbunden. Die Nachfrage war so riesig, dass zwei weitere Netzte eingeführt wurden, die so genannten E-1 und E-2 Netze. In Deutschland gibt es somit vier große Netzbetreiber. T-Mobile mit dem D1-Netz, Vodafone im D2-Netz, E-Plus im E-1 Netz und O2 Germany mit dem E-2 Netz. Die Konkurrenzsituation erfreute die Verbraucher mit sinkenden Mobilfunkpreisen, wodurch sich die Teilnehmerzahlen nochmals deutlich erhöhten.

Die GSM-Netze wurden ursprünglich für Telefongespräche, Datenübertragungen und Faxsendungen konzipiert. Die ebenso rasante Entwicklung des Internets konnte zu damaliger Zeit jedoch nicht vorausgesehen werden. Die schwankenden Datenraten in der Internetverbindung stellten die GSM-Netze daher vor einem Problem, wodurch der GSM-Standard nochmals weiterentwickelt werden musste. Das Problem wurde mit verschiedenen Systemen wie das GPRS, mit dem paketvermittelte Datenübertragungen bis 171,2 kbit/s möglich sind, dem EDGE, das die Datenrate des GPRS nochmals um das doppelte erhöhte, und dem Streaming, deren Nutzung eine nur geringe Datenrate erfordert, gelöst.

mobil ins Internet 3G - Mobilfunk und das mobile Internet mit UMTS:

Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Mobilfunks ist das im Jahre 2000 gestartete UMTS Netz, das Universal Mobile Telecommunications System. UMTS wird als die 3. Generation des Mobilfunks bezeichnet und ist eine logische Reaktion auf die gigantische Entwicklung des Internets. Es ermöglicht eine deutlich höhere Datenübertragung von bis zu 14,4 Mbit/s. Mit dem GSM-Standard sind vergleichsweise nur max. 220 kbit/s möglich. Laut dem Branchenverband BITKOM nutzten im Jahre 2008 15,8 Millionen Menschen in Deutschland das UMTS Netz. Im Bereich des mobilen Internets erwartet man in den nächsten Jahren einen regelrechten Boom. Mit schnellen Ladezeiten und attraktiven Flatrate angeboten wird das Internet bald schon in jedem Handy genutzt werden.

4G - Die vierte Generation im Mobilfunk heißt Long Term Evolution - kurz LTE:

Und schon ist die 4. Mobilfunk-Generation in Sicht, sie wird umschrieben mit "Long Term Evolution" oder auch 4G. Auf dem Mobile World Congress 2008 in Barcelona zeigte der Handy-Hersteller Sony Ericsson erstmalig eine End-zu-End-Verbindung mit LTE auf kommerziellen Mobilfunkgeräten mit einer Geschwindigkeit von 25 MBit/s sowohl im Download als auch im Upload. Der in Japan ansässige Mobilfunk-Netzbetreiber NTT DoCoMo demonstrierte im selben Jahr Geschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s.

Ende 2009 wurden die ersten LTE-Netzwerke vom schwedischen Telekommunikationsriesen TeliaSonera in Stockholm und Oslo in Betrieb benommen und auch in Deutschland soll die 4. Mobilfunk-Generation auf den Weg gebracht werden. Hierzu wurden im Mai 2010 für insgesamt 4,4 Milliarden Euro frei gewordene Frequenzen aus der Umstellung der Radio- und Fernsehübermittlung an die vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber versteigert.
Ein wesentlicher Vorteil, so die Fachwelt, ist, LTE - Geräte können ausschließlich über Internet-Protokolle mit den lokalen Vermittlungsstellen kommunizieren und dies bietet die besten Voraussetzungen hinsichtlich Daten-Übermittlungsqualitäten und Datensicherheit. Es heißt, 4G habe das Potential, die Festnetzanschlüsse überflüssig zu machen.


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