Zahlungssysteme - Ein Allheilrezept fürs Internet ist
immer noch nicht gefunden.
Über
50 % der Bundesbürger nutzen das Internet für unterschiedliche
Transaktionen - E-Commerce
bzw. E-Business eben. Die Geschäftsbereiche boomen, nur
mit einem tut sich der Verbraucher schwer: mit dem Bezahlen im Internet.
Hier wird oft auf eine herkömmliche Methode zurückgegriffen.
Es wird online gekauft und offline bezahlt.
Zahlungssysteme - Die Wünsche der Kunden und Anbieter
Am Erfolg von Multisellern wie Amazon oder auch von eBay kann
man leicht erkennen, wie Kunden gerne bezahlen möchten: Die
Daten sollen möglichst nur einmal und sicher weitergeleitet
werden, ein großer Händler verspricht eine gewisse
Sicherheit, und möglichst bequem soll die Zahlung auch ablaufen.
Zu oft gab es bereits Meldungen über Sicherheitslücken
in den (Internet) Systemen, immer wieder gibt es Meldungen über
"Phishing-Seiten"
die persönliche Bankdaten abgreifen und zu groß ist
die Angst, eines guten Tages sein abgeräumtes Bankkonto vorzufinden.
Ein Thema dass viele Kunden lieber nicht ansprechen, sind die
eigenen wirtschaftlichen Verhältnisse und die Angst vor einer
möglichen Schufa-Abfrage. Die persönlichen Finanzverhältnisse
sollen anonym bleiben denn keiner weiß mit welchen Institutionen
die preisgegebenen Daten später einmal abgeglichen werden.
Die Anbieter hingegen möchten sich vor allem gegen Missbrauch
und mögliche Zahlungsausfälle
schützen. Er muss sicher gehen, dass der Bestellkunde auch
tatsächlich der Bestellkunde ist; die Ware soll gegen echtes
Geld getauscht werden.
Und beide Seiten möchten so wenig bis keine Gebühren
bezahlen. Die Tatsache, dass die Geldkarte (also die ec-Karte
mit aufgeladenem Guthaben) ein Erfolg wurde liegt daran, dass
man sie immer dabei hat und damit relativ einfach und anonym bezahlen
kann. Überlegt man nun weiter, was man auch immer mit sich
trägt, liegt es recht nahe, mit seinem Handy zu bezahlen.
Bezahlen mit dem Handy
Die
Mobilfunkanbieter Vodafone und O2 etablieren gerade (Stand 08/2010)
das neue Bezahlsystem mpass.
Dazu braucht man einen Mobilfunkvertrag
oder eine Prepaid-Karte und ein Girokonto. Man meldet sich über
www.mpass.de an und hinterlegt dort seine Bankverbindung, sofern
man nicht Kunde von einem der beiden Unternehmen ist. Das so genannte
Phishing ist dadurch ausgeschlossen, dass man seine Daten bei
einem Einkauf nicht mehr über das Internet weiter gibt, sondern
Transaktionen per SMS bestätigt. Die Abrechnung erfolgt über
das Lastschriftverfahren - alles in allem könnte diese Technologie
erfolgreich werden.
PayPal und Co.
PayPal
oder ClickandBuy funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip.
Man meldet sich bei einer dieser Organisation mit Bankverbindung
oder Kreditkartendaten an. Das Bezahlen erfolgt dann über
das jeweilige Unternehmen, was wiederum eine gewisse Sicherheit
gewährleistet. Um dieses Zahlungssystem nutzen zu können
braucht man neben dem deutschen Girokonto eine E-Mail-Adresse.
Groß im Kommen: Micropayment
Bislang war es im Internet einfach zu teuer, mit Waren oder Dienstleistungen
zu handeln, die weniger als 5 € kosteten. Die Gebühren,
um das Geld vom Kunden zum Anbieter zu transferieren sind höher.
Das betrifft beispielsweise einzelne Zeitungsartikel oder andere
Services, die man sich aus dem Internet herunterlädt. "Micro-Payment"
ist das Zauberwort und hier bewegt sich das Bezahlen von Kleinstbeträgen
nicht nur im Internet
sondern erstreckt sich bereits auf andere Dienste. Neben den bekannten
Klingeltönen aus dem Internet wären hier beispielsweise
Tickets von Verkehrsbetrieben oder auch Parkgebühren von
Städten zu nennen. Viele Verkehrsbetriebe bieten derartige
Bezahldienste bereits an und auch immer mehr Kommunen stellen
Parkautomaten auf, die ein Bezahlen der Parkgebühren mittels
Handy erlauben.
Je nach Höhe des Fahrpreises oder auch der Parkgebühr
wird die jeweilige Summe einfach vom Prepaid-Guthaben des Handys
oder auch über die Mobilfunkrechnung abgebucht. Dienste,
die sich zukünftig ganz sicher noch ausweiten werden.
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